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Am 14.06. ist Weltblutspendetag

Allgemein

Täglich werden in Deutschland rund um 15.000 Blutspenden benötigt. Nach Informationen des Deutschen Roten Kreuzes liegt der Anteil der SpenderInnen bei den Personen, die überhaupt Spenden dürfen, bei 2,3%.
Blut ist für Unfallopfer und für Operationen essentiell notwendig, da Blut nicht synthetisch hergestellt werden kann. Viele betroffene Patienten verdankten ihr Leben fremden Menschen - Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig gespendet haben. Aber ist das wirklich so? Haben diese Menschen uneigennützig gespendet? Eine Spende ist eine freiwillige und unentgeltliche Leistung mit meist einem sozialen Hintergrund, um einen Verein, eine Organisation oder eine Partei zu unterstützen, ohne eine geldliche Gegenleistung zu bekommen. Beim DRK bekommen BlutspenderInnen keine monetäre Aufwandsentschädigung, dennoch einen kleinen Imbiss. Anders ist es bei Plasmaspenden, bei der bis zu 40€ gezahlt wird. Doch das DRK verkauft dieses Blut, das es als Spende bekommen hat, teuer an Krankenhäuser weiter und verdient daran. Ist das moralisch vertretbar?
Staatlich-kommunale Bluttransfusionsdienste, universitäre und private Institute zahlen den BlutspenderInnen eine Aufwandsentschädigung für eine „Blutspende“ und verkaufen das Blut teuer weiter. Fraglich ist, ob man dies noch als Spende bezeichnen darf. Im deutschen Transfusionsgesetzs steht dazu: 11§: „Die Spendeentnahme soll unentgeltlich erfolgen. Der spendenden Person kann eine Aufwandsentschädigung gewährt werden, die sich an dem unmittelbaren Aufwand je nach Spendeart orientieren soll.“
In unserer kapitalistisch ausgerichteten Gesellschaft ist es leider notwenig für eine lebensnotwendige „Spende“ zu bezahlen. Zwar sollte der Lohn für eine Spende nicht der Anreiz für eine „Spende“ sein, sondern die sozialen Verantwortung für die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Allerdings ergeben die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen keine andere Möglichkeit, an eine ausreichende Anzahl von Blutspenden zu gelangen, da innerhalb von Ferienzeiten große Blutkapazitätsklücken entstehen. Daher sollte den SpenderInnen, die hauptsächlich des Geldes wegen Blutspenden kein Vorwurf gemacht werden, da das Blut benötigt wird. Es sollte eher über das System des Blutspendens und über den Bluthandel diskutiert und neue Lösungsansätze gefunden werden.

 
 

 

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